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Ambulanz für Psychosomatik

Ansprechpartner:  Dr. Susanne Gentzsch (Leitung der Ambulanz für Psychosomatik und Chinesische Medizin)

Psychosomatik, „Psyche“ (gr.: ψυχή – Seele) und „Soma“ (gr.: σώμα – Körper), bedeutet, dass Körper und Seele als Einheit betrachtet werden müssen. Die Entwicklung von Krankheit und Gesundheit ist in Wechselwirkungen zwischen Körper, Seele und zudem den sozialen und Umwelt-Faktoren zu verstehen. Man spricht heutzutage in der Medizin auch von einem bio-psycho-sozialen Modell. Diese Auffassung stimmt in hohem Maße mit dem Konzept der Chinesischen Medizin überein. Und so gehen aus der Verbindung von westlichem und östlichem Ansatz überaus wirkungsvolle Impulse und effektive Behandlungen hervor. Medizinische und therapeutische Unterstützung ist dann ratsam zu nutzen, wenn Körper und Psyche aus eigener Kraft zu keiner Lösung finden und Regeneration
nicht mehr ausreichend gelingt.

Auf der Basis langjähriger klinischer und wissenschaftlicher Erfahrungen bietet die Ambulanz für Psychosomatik und Chinesischer Medizin Behandlungen von psychosomatischen Beeinträchtigungen bei:

  • Stressfolge-Erkrankungen
  • Chronischen Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszuständen
  • Tinnitus
  • Depression
  • Angstzuständen
  • Krisen durch schwerwiegende Veränderungen oder Ereignisse

Das Behandlungsspektrum

Größten Wert legen wir auf die Abstimmung der Behandlung auf die speziellen Gegebenheiten der einzelnen Person. So kann der Behandlungsplan – individuell wie die Person – von einer einzelnen Maßnahme bis zu einem komplexen Programm reichen.

Das Spektrum der Ambulanz umfasst:

  • Grundlegende Erst-Diagnostik
  • Ambulante Kurz– und Langzeittherapie
  • Übergangsbehandlung vor und/oder nach stationärer oder teilstationärer Behandlung
  • Ausführlich Beratung auch für Paare und Familien
  • Beratung zu Präventionsmaßnahmen

Das Behandlungskonzept

In der Ambulanz behandeln wir psychosomatische Beschwerden auf der Grundlage und mit den Methoden der Chinesischen Medizin, der Körper- und Bewegungstherapie sowie der Systemischen Therapie und Beratung. Diese Ansätze zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie ein Verständnis von den komplexen Wechselwirkungen von Körper-Psyche-Umwelt haben, diese erfassen können und wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten dazu anbieten.

Jede Behandlung basiert auf diesen 3 Säulen:

Grafik_Saeulen

Die Chinesische Medizin

Diese Auffassung vom Wechselspiel Psyche und Körper stimmt in hohem Maße mit dem über Jahrtausende etablierten Konzept der Chinesischen Medizin überein. Denn die Chinesische Medizin basiert auf der Gesundheitslehre, dass sämtliche Gefühlszustände sowie die Psyche und die Seele im Körpersystem (in der somatischen Ebene) verankert sind. Die Einzigartigkeit der Chinesischen Medizin ist es, dass sämtliche Symptome wie auch körperlichen Zeichen psychodynamische Profile in sich tragen, die aus der Natürlichkeit und dem Rhythmus des Lebens entstehen.

In der Behandlung von psychosomatischen Beschwerden hat die Chinesische Medizin die besonderen Vorzüge in den Bereichen der Regulation, Regeneration und Harmonisierung allgemein wie auch in der Unterstützung und Gesundung einzelner körperlicher Funktionsbereiche. Besonders aus östlicher Sicht geht mit der Stabilisierung der körperlichen Verfassung immer eine Festigung und Stärkung der Widerstandskraft (Resilienz) auf der somatischen und psychischen Ebene einher.

Am Anfang der Behandlung steht die umfassende Diagnose, aus der sich eine ganzheitliche Therapie ergibt, die immer eine Gesamtlösung ist aus Akupunktur, manueller Therapie, Kräuterheilkunde und Qigong.

Die Körper- und Bewegungstherapie

Aus psychologischer Perspektive stehen psychosomatische Beschwerden in Verbindung mit überfordernden Lebensumständen, die eine Person an eine Grenze ihrer bisherigen Bewältigungsstrategien von äußeren oder auch inneren Herausforderungen bringt. Körperliche Störungen lassen sich so verstehen als Begleiterscheinungen von scheinbar nicht auflösbaren, nicht aushaltbaren Emotionen oder Konflikten.

Charakteristisch hierbei ist, dass die möglichen psychischen Zusammenhänge dem bewussten Denken und Wahrnehmen nicht einfach zugänglich sind. Ein „Vorteil“ von psychosomatischen Beschwerden liegt genau darin, dass – vereinfacht gesagt – eine unaushaltbare Schwierigkeit dem Bewusstsein entzogen und in einem anderen Bereich, hier dem körperlichen, verarbeitet bzw. verwaltet wird. Damit passiert/vollzieht sich eine Verortung im Unbewussten, was mit einer Entlastung, Erleichterung des bewussten Selbst-Erlebens einhergeht. Das Unbewusste aber ist nonverbal.

Die Körper- und Bewegungstherapie als ein nonverbales Verfahren bietet u.a. mit der Körperwahrnehmung und der Achtsamkeit hervorragende Möglichkeiten, Befindlichkeiten, körperliche und seelische Signale ganz im Verborgenen zu erspüren, wo sie sich nur ganz vage, als leise Ahnung, als Atmosphäre, als Bild oder Gefühl und mit Worten (noch) nicht beschreibbar äußern. Diese diffusen Eindrücke wahrzunehmen, dann dafür Worte zu finden und sie damit dem Denken und dem bewussten Erleben zugänglich werden zu lassen, ist einer der zentralen Prozesse in der Körper- und Bewegungstherapie. Damit einhergehend können sich die psychischen und auch körperlichen Selbststeuerungen und Regulationen neu ausrichten und entfalten. Das heißt auch, die immer feinere Wahrnehmung der psychisch-körperlichen Befindlichkeit ist entscheidend, um eigene Grenzen und Bedürfnisse zu erkennen. Insgesamt handelt es sich um einen Weg, um sich selber immer besser zu verstehen und damit verbunden sich immer besser nach außen verständlich werden zu lassen, sich insgesamt freier und vollständiger zu leben.

Die Körper- und Bewegungstherapie kann im in der Einzelbehandlung wie auch in der Gruppe wahrgenommen werden.

Das beratende, therapeutische Gespräch

Bei psychosomatischen Beschwerden kann es äußerst hilfreich sein, sich im Einzel-Gespräch Orientierung darüber zu verschaffen, welches mögliche mitwirkende Konflikte, Konstellationen oder Herausforderungen sind. Es geht hier um das Ordnen und Verstehen von Gefühlen und Lebenszusammenhängen.

Allein die bewusste und selbstmitfühlende Anerkennung solcher Voraussetzungen kann einen heilsamen Effekt haben. Darüber hinaus können davon ausgehend Möglichkeiten für Veränderungen oder Entscheidungen deutlich werden, die eine Belastungsspirale auflösen können.

Die Gespräche werden nach den Methoden der Systemischen Therapie und Beratung geführt. Diese hat ihren besonderen Vorzug in dem Erfassen auch komplexer Zusammenhänge sowie in einem wertschätzenden, nach vorn gerichteten Ansatz. Unter anderem kann hier auch mit Aufstellungen gearbeitet werden. Kennzeichnend für die Grundhaltung in den Gesprächen ist die Orientierung an Achtsamkeit.

Kostenerstattung

Rechnungen der Praxis werden an die GebüH (Gebührenordnung für Heilpraktiker 1985) angelehnt erstellt. Die heilpraktische Behandlung ist eine Behandlungsform, die von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht erstattet wird. Von privaten Krankenversicherungen / Beihilfestellen / Zusatzversicherungen wird auf der Grundlage des von Ihnen abgeschlossenen Vertrages ganz oder teilweise erstattet.